10.10.2019
Rekrutierung

Unsere Rekrutierung – die Basis für erfolgreiche Marktforschung

von Stefanie Abele

Teststudios sind elementar, wenn es um das Gelingen von Studien in der Marktforschung geht. Unsere Expertise zur Zielgruppen-Rekrutierung ist für unsere Kunden wertvoll. Deswegen machen wir unseren Partnern aus der Marktforschung das Angebot: Nutzen Sie uns nicht nur als ausführenden Dienstleister – sondern auch als Ratgeber an Ihrer Seite!

Wer Marktforschung betreibt, weiß: Die Belastbarkeit der Ergebnisse hängt ganz entscheidend damit zusammen, welche Gruppe von Menschen bei den Befragungen ausgewählt wird. Die Rekrutierung von Testpersonen ist der Schlüssel zum Erfolg – und hier gibt es viele Details zu beachten. So ist diese Arbeit alles andere als trivial. Bei jeder neuen Aufgabe, die uns Teststudios erreicht, stellen sich ganz neue Fragen. Zum Glück haben wir einen enormen Schatz an Expertise, um eine passende Zielgruppe zu rekrutierten. Mit diesem Beitrag möchte ich dafür werben, dass Institute und Teststudios partnerschaftlich zusammenarbeiten – und dass die Institute unser Wissen und unsere Einschätzungen nutzen, wenn es um die Rekrutierung geht.

Den Erfahrungsschatz der Studios einfließen lassen

Immer wieder erleben wir nämlich in der Praxis, dass es Probleme gibt mit der Realisierbarkeit von Studien. Die Quotenvorgaben sind einfach zu eng, die Zielgruppe in der vorgegebenen Form existiert nicht – oder es gibt zeitliche Einschränkungen, die eine Realisierung unter Qualitätsaspekten nahezu unmöglich machen. Wenn man versucht, Top-Manager am Vormittag gegen ein Incentive von 30 Euro für ein Gespräch zu rekrutieren, ist das nahezu hoffnungslos. Oder wenn man innerhalb von fünf Tagen drei Gruppen 20-jähriger alleinerziehender Mütter mit zwei Kindern rekrutieren soll, die zudem einen bestimmten Streamingdienst nutzen. Solche oder ähnliche Anforderungen für die Rekrutierung kennen wir aus der Praxis. Manchmal funktioniert das reibungslos. Aber oft ist es eben auch wichtig, unseren Erfahrungsschatz zu berücksichtigen und die Rekrutierung anzupassen – im Sinne der Qualität des Ergebnisses. Mag sein, dass andere Dienstleister anderes behaupten.

Zielführend und effizient vorgehen

Um die Qualität zu erhöhen, finde ich es wichtig, Teststudio und Institute als Partner im selben Boot zu sehen. Unser Interesse an belastbaren Ergebnissen ist identisch. Unsere spezifische Stärke ist das sensible Gespür für Zielgruppen. Beim genauen Einkreisen der Zielgruppe helfen wir also gerne. Daher würden wir uns freuen, in der Vorbereitung auch Raum für Austausch zu haben, gegebenenfalls auch nochmal Anpassungen vorzunehmen. Dem entgegenstehen leider in der Praxis oft sehr enge Zeitfenster und strikte Vorgaben. Das bezieht sich übrigens auch auf die Screener, zu denen ja auch mein VDDT-Kollege Joachim Zeunges jüngst einen Beitrag veröffentlich hat [https://www.linkedin.com/pulse/f%C3%BCr-praktikable-screener-als-erfolgsgarant-der-joachim-zeunges/]. Ich kann nur unterstreichen: Screener müssen praktikabel sein, sollten zeitlich in wenigen Minuten zu erledigen sein und auch direkt zum Kern der Sache kommen. Die entscheidenden Fragen gehören an den Anfang, die Effizienz gehört in den Vordergrund und die Einschätzung der professionellen Recruiter aus meiner Sicht unbedingt dazu. Erfolgsversprechendes Screening ist ein iterativer Prozess. Man lernt etwas, wenn man sich über Screener austauscht und sie weiterentwickelt.

Handhabbar muss auch das Update von Teststudio an Institute bleiben. Wenn – und leider kommt das vor – die Daten aus dem Screening nicht mehr auf A3 in Querformat passen, läuft es nicht effizient. Und Informationen sollten nicht als Selbstzweck abgefragt und dokumentiert werden.

Hoher Wert der In-House-Rekrutierung

Was brauchen wir wirklich? Dieser Prozess des Austauschs kann aus meiner Sicht kaum in seinem Wert überschätzt werden. Seit Jahren haben wir, die Studios im VDDT, mit angestellten Spezialisten unsere eigene In-House-Rekrutierung aufgebaut. Hier ist viel Kompetenz entstanden, die unseren Kunden unmittelbar nutzt. Ich plädiere deswegen dafür, dieses Wissen und diese Erfahrung zu nutzen und in Einzelfällen über das Neuverhandeln starrer Quoten ebenso nachzudenken wie über das Design des Screener-Fragebogens. Schließlich geht es bei der Rekrutierung um nichts weniger als den Erfolg der Marktforschung.

Ich freue mich auf die Diskussionen mit Ihnen!


Stefanie Abele

geschäftsführende Gesellschafterin der quotapoint GmbH